Blog Persönliche Gedanken

Was motiviert mich einen Blog zu schreiben?

Was motiviert mich einen Blog zu schreiben?

Eine ganz ordentliche Summe an Zeit und Arbeit, bis so ein paar Seiten einmal stehen. Und damit ist es ja noch nicht getan, denn ein Blog lebt ja von frischen Beiträgen, die recherchiert, geschrieben und mit passenden Bildern ausgestattet werden wollen.

Ich bin mit allem noch ziemlich am Anfang und dies ist insgesamt der 20. Beitrag, bei dem ich auf „Veröffentlichen“ geklickt habe. An Themenideen mangelt es mir glücklicherweise absolut nicht. Mit jedem Beitrag kommen mir 2-3 neue Ideen, über die ich schreiben möchte und die ich mir auf meiner Liste notiere.

Doch was motiviert einen eigentlich dazu, seine (freie) Zeit in solch ein Projekt zu stecken?

Die Gründe sind bei jedem sehr unterschiedlich und sicherlich auch nicht immer von Beginn an zu 100% klar definiert. Manch einer startet einen Blog aus finanziellem Interesse und für den anderen ist es eine Art Online-Tagebuch oder Informationskanal. Für viele ist es vielleicht auch einfach nur die Neugier, was sich daraus entwickeln kann und ob es einem überhaupt Spaß macht. Denn nicht wenige Ideen klingen oftmals einfacher oder vielversprechender, als sie sich am Ende dann tatsächlich anfühlen oder benötigen deutlich mehr Aufmerksamkeit, als ursprünglich angenommen.

Meine Motivation besteht aus einer gesunden Mischung beruflicher und persönlicher Aspekte, wobei letztere inzwischen klar überwiegen. Ich hatte schon immer große Freude daran, inspirierende Erlebnisse mit anderen zu teilen – am liebsten im persönlichen Gespräch. Ich habe aber noch nie viel davon in irgendeiner Form niedergeschrieben – außer vielleicht in der einen oder anderen E-Mail an Familie, Freunde oder Kollegen. Im privaten Umfeld habe ich generell immer sehr wenig geschrieben und auch meine Fotos waren meist nur mit wenig Text unterfüttert.

Von daher bin ich überrascht, wie viel Freude mir dieses Medium macht und wie gut es sich anfühlt, Gedanken zu digitalem Papier zu bringen und zu teilen. Dabei spielt es für mich kaum eine Rolle, ob es nun praktische Reisetipps sind, eine Fotoserie oder eher persönliche Gedanken wie dieser Beitrag hier.

Es ist ein schönes Gefühl, nun eine deutlich größere Gruppe an Menschen erreichen zu können, auch wenn man die wenigsten davon persönlich kennt und natürlich von den allerwenigsten überhaupt ein Feedback bekommt. Das ist mir nicht so wichtig. Viel bedeutsamer sind für mich die einzelnen Meldungen von Leuten, denen man beispielsweise bei der Reiseplanung helfen konnte oder die dazu inspiriert wurden, überhaupt erst ein Flugticket nach Island zu kaufen. Und die Informationen in einem Blog sind heute, morgen und auch noch in einem Jahr abrufbar und leben nicht nur in dem jeweiligen Moment einer persönlichen Unterhaltung. Ich finde das insgesamt eine wundervolle Währung, die mir sehr viel gibt. Weitaus mehr als ich ursprünglich angenommen hatte und dabei habe ich derzeit sogar noch eine sehr überschaubare Anzahl von Leserschaft.

Und es tut sehr gut, sein eigenes kleines Projekt zu haben – vollkommen losgelöst von Abgabefristen und Kundenvorgaben. Es wird nur das realisiert, auf was man Lust hat und zu 100% so, wie man es selbst gerne hätte oder die eigenen Fähigkeiten es erlauben. Ich erlebe eine ganz andere Art von Leidenschaft, die ich eigentlich nur in eigenen Projekten zum Ausdruck bringen kann. Freiwillige Nachtschichten, weil man einfach Spaß daran hat! Natürlich wäre es schön, auf lange Sicht auch ein wenig Geld mit diesen Seiten zu verdienen, doch ist das zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Priorität und grundsätzlich auch keine Anforderung. Ich wähle die Themen derzeit frei nach Lust und Laune des jeweiligen Moments und nicht nach irgendwelchen Zahlen, was in Google momentan gesucht wird.

Natürlich schielt auch immer ein berufliches Auge auf dieses Projekt, doch ist das primär ein neugieriger Blick. Denn so ein Blog vereint eine Vielzahl an Themen, die für mich als Webdesigner sehr spannend sind: Vom grundlegenden Seitendesign, über Suchmaschinenoptimierung bis hin zu Social Media Marketing über Twitter oder Facebook. Viele dieser Aufgaben erledige ich schon seit einigen Jahren für meine Kunden und sind prinzipiell von der Sache nicht neu. Doch ist manch ein Thema für mich immer ein wenig abstrakt geblieben, da am Ende immer jemand anderes steht, der die Früchte der eigenen Arbeit erntet. Ob nun in Form von Website-Besuchern, neuen Aufträgen oder Produktverkäufen. Man selbst wird dabei meist nur nach zeitlichem Aufwand vergütet und daher bleibt immer diese gewisse Distanziertheit.

Ich habe beim Erstellen dieses Blogs auf alle Fälle auch viel Neues gelernt, da ich den Anspruch hatte, möglichst ohne Fremdleistungen auszukommen. Da ich mir kein Zeitlimit gesetzt hatte, konnte ich beispielsweise stundenlang nach der besten Designvorlage recherchieren oder endlose Nächte an den Texten feilen, ohne das vor irgendjemandem rechtfertigen zu müssen. Viele dieser Erfahrungen werde ich wieder in Kundenprojekte einfließen lassen können und damit wird sich auf lange Sicht das anfängliche Zeitinvestition auch wieder auszahlen.

Eine weitere Motivation liegt für mich in der Unberechenbarkeit von Blogs aus positiver Sicht. Nicht wenige Blogs haben über einen längeren Zeitraum spannende Partnerschaften mit anderen Seiten geschlossen, an denen beide Parteien wachsen konnten. Meistens lässt sich so etwas weder exakt planen noch vorhersagen und manchmal wird man auch einfach nur positiv überrascht.

Aber unterm Strich schreibe ich hier, weil ich etwas zurück- oder weitergeben möchte und weil es mir einfach Spaß macht.

Denn bei all meinen Reisen und Projekten habe ich ebenfalls auf unzählige wertvolle und vor allem kostenlose Informationen zurückgreifen können, für deren Erstellung sich jemand anderes Zeit genommen hat. Ohne so manche Blogs, Foren oder private Websites hätte ich viele atemberaubende Orte nicht einmal aus der Ferne erblickt …

Der Berg Reynisfjall an der Südküste von Island


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  1. Eigentlich bin ich auf der Suche nach der Geschichte der Wikinger, Wikingerschwertern und ihren Reisen gewesen, als ich auf Deinen Blog gestossen bin. Da ich aber schon mal hier bin, wünsche ich Dir auf jeden Fall viel Erfolg

  2. Hallo Richard,

    vielen Dank für dein nettes Kommentar und viel Erfolg noch bei deiner Recherche – das Thema klingt spannend!!

    Grüße
    Jan

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