Blog Persönliche Gedanken

Der eigene Blog: Von der Kunst einfach anzufangen

Laptop und Notizbuch

Einen eigenen Blog starten.

Diese Idee fasziniert mich schon seit mindestens fünf Jahren und daran hat sich bis heute nichts geändert. Aber alle Ansätze, diese Idee in die Tat umzusetzen, endeten im besten Fall mit einer Domain-Registrierung, einigen Logo-Entwürfen sowie einer Sammlung an mehr oder weniger strukturierten Gedanken. 

Die Gründe für mein Scheitern waren sehr vielseitig – lagen aber in den wenigsten Fällen an dem gewählten Thema, sondern vielmehr an meinem eigenen Perfektionismus. Alles sollte schon von Beginn an vollständig und makellos sein. Und die Inhalte sollten selbstverständlich alle auf Englisch sein – ist ja schließlich internationaler …

Und damit hatte ich mir jedes Mal aufs Neue so viele Steine in den Weg gelegt, dass mich die Idee irgendwann schlichtweg erdrückte und darüber hinaus den zeitlichen (und finanziellen) Rahmen vollkommen sprengte. Es fühlte sich auch nicht mehr nach der leidenschaftlichen Idee an, mit er alles anfing – sondern viel mehr wie ein Kundenprojekt, bei dem ich selbst mein eigener (komplizierter) Kunde war. Und jetzt werde ich jedes Jahr aufs Neue an diese „Ideen-Leichen“ erinnert, wenn einmal wieder die Domain-Rechnung in meinem Postfach landet. Dann denke kurz darüber nach, ob ich die betreffende Domain nicht einfach löschen sollte, aber dazu kommt es nur in den seltensten Fällen.

Uku WordPress Theme – ElmastudioUnd jetzt sitze ich hier und schreibe tatsächlich an den ersten Zeilen meines ersten Blogbeitrags – auf Deutsch und für einen WordPress-Blog, dessen Design nicht aus meiner eigenen Feder stammt. Das kostete mich lediglich 18€, aber eine große Portion Überwindung, da ich als Webdesigner viel lieber eigene Gestaltungsideen entwickle und umsetze – ganz besonders für ein so persönliches Projekt. Aber ich hatte nach wenigen Tagen bereits ein fertiges System am Start – mit allen Feinanpassungen und Erweiterungen. Die Geschwindigkeit mit der es voran geht macht einfach Spaß und hat mich doch schnell über den Fakt hinwegsehen lassen, dass das Design auch auf anderen Blogs zum Einsatz kommt und kein wirkliches Unikat ist. Tausend Dank an dieser Stelle an Ellen und Manuel von Elmastudio für euer Herzblut – das sieht man euren Themes wirklich an.

Es dauerte aber leider nicht lange, bis mein Perfektionismus wieder die Projektleitung übernahm und zu allem Überfluss sich dieses Mal auch noch eine große Portion Unsicherheit mit beimischte. Denn jetzt ging es um die konkreten Inhalte und vor allem deren Strukturierung und soweit bin ich ja noch nie zuvor gekommen. Es gab bei all meinen Ideen oftmals schon umfangreiche Themensammlungen, aber kein einziger Beitrag wurde jemals im Detail ausformuliert. Daher grübelte ich nun tagelang über die exakten Schwerpunkte des Blogs, den passenden Untertitel bzw. Slogan sowie die sinnvollen Kategorien und Schlagworte. Ich schaute auch wie andere das machen, aber das verwirrte mich in den meisten Fällen nur noch weiter. Einen roten Faden erkannte ich in den wenigsten Fällen bzw. vieles war einfach nicht auf meine Seite übertragbar. Stattdessen beschäftigte ich mich nun wieder intensiv mit all den kleinen Details wie beispielsweise der Recherche nach dem richtigen SEO-Plugin für WordPress, damit meine (noch fiktiven) Beiträge später auch gut in den Suchmaschinen auffindbar sind. Durchaus nicht unwichtig, aber die falsche Priorität.

Einfach mal anfangen und der Rest ergibt sich schon irgendwie …

Das liest man doch so oft und das ist sicherlich auch ein guter Ratschlag, aber keineswegs einfach (zumindest nicht für mich) … Das musste ich schon beinahe gebetsmühlenartig in meinem Kopf wiederholen, bis mir dadurch plötzlich auch die Idee zu diesem Blog-Beitrag kam. Und die Idee notierte ich mir dieses Mal nicht in meiner Themensammlung, sondern öffnete direkt Word und nach der Wahl der passenden Schriftart (so viel Perfektionismus muss dann doch sein) tippte ich einfach drauf los.

Der Beitrag ist sicher nicht perfekt, aber es fühlt sich wahnsinnig gut an, endlich mit dem eigentlichen Inhalt gestartet zu haben und ich hoffe sehr, dass mich jeder weitere Beitrag weniger Überwindung und Korrekturrunden kosten wird. Und um den passenden Slogan kann ich mich immer noch kümmern – das ist lediglich ein Klick auf „Anpassen“ in WordPress …


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